Ein Instagram Unternehmenskonto ist kein Muss – oder doch? Schließlich beten doch viele vor, dass man mit einem privaten Konto mehr Reichweite bekommt. Warum das nicht wirklich stimmt, welche Vor- und Nachteile ein Businesskonto hat und was für dich das Richtige ist, erfährst du in diesem Beitrag.

Unternehmenskonto, Creator Konto oder persönliches Profil?

Ein Unternehmenskonto ist – wie der Name schon sagt für Unternehmen. Das schließt vom Großkonzern bis zum Solo-Selbstständigen alle ein. Ein Creator Konto ist eine spezielle Art des Unternehmenskontos, die erst später hinzu kam. 

Instagram fiel auf, dass Influencer zwar auch gewerbliche Nutzer sind, aber eventuell andere Voraussetzungen für die Nutzung haben. Was das heißt, erfährst du später. 

Wichtig ist ersteinmal zu wissen, dass sich das Business (Unternehmens-) Konto vom Creator Konto nur leicht unterscheidet. 

Ein persönliches Profil ist für Privatpersonen gedacht. Das sind Menschen, die einfach nur die Posts und Stories ihrer Bekannten sehen und mit ihnen in Verbindung bleiben wollen. Ein persönliches Profil ist nicht dazu gedacht, ein großes Following aufzubauen. Hier steht die private – nicht gewerbliche – Nutzung im Vordergrund. 

 

Unterschied professionelles vs. privates Profil

Creator- und Businessprofile sind professionelle Accounts, die für gewerbliche Zwecke ausgerichtet sind. Ein persönliches Profil ist für den privaten Gebrauch ausgelegt. 

Bei einem persönlichen Profil kannst du natürlich auch Beiträge und Stories hochladen. Die Grundfunktionen sind die Gleichen. Allerdings gibt es bei den professionellen Konten weitere Ergänzungen. So bekommst du ab 100 Followern bei einem Creator- oder Businessprofil Einsicht in die Instagram Insights. Das sind Statistiken, die dir mehr über deine Follower und ihr Verhalten verraten. Außerdem wird die deine Reichweite, deine Speicherungen und zahlreiche andere Metriken für Beiträge angezeigt. 

Das ist wohl der größte Pluspunkt, auch wenn viele diesen nicht sehen. Solche Analytics sind eine wahre Goldgrube, um auf Instagram Rückschlüsse für sein weiteres Wachstum und Vorgehen zu ziehen. Jeder der Zugang zu diesen Zahlen hat, sie aber nicht nutzt, verschenkt Wachstumspotential. 

Da persönlichen Profilen kein “Wachstumsinteresse” unterstellt wird, gibt es diese Einsichten dort nicht. Zusätzlich kann man seine Privatsphäre weiter schützen, indem man sein Profil komplet auf privat stellt: Das heißt, dass Fremde deine Beiträge nicht sehen können und dir erst eine Anfrage schicken müssen. Erst wenn du diese bestätigst, folgen sie dir. 

Bei professionellen Profilen gibt es diese Möglichkeit natürlich nicht. Diese Profile sind öffentlich und für jedermann zugänglich. Logisch – hier geht es schließlich um’s Business. 

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Bekommen private Profile auf Instagram mehr Reichweite?

Dieser Mythos hält sich hartnäckig und ist auf den ersten Blick ja auch recht logisch. Bei privaten Profilen unterstellt Instagram kein kommerzielles Interesse und wird so auch keine Reichweiteneinschränkungen vornehmen. Es wird unterstellt, das Instagram dies bei Unternehmensprofilen sehr wohl tut, um sie dazu zu zwingen, bezahlte Werbung auf der Plattform zu schalten. 

Selbst wenn dies der Fall wäre: Instagram zeigt private Profile nur dem Freundeskreis oder möglichen Bekannten an – und glaub mir: Instagram weiß recht gut, wer deine Bekannten sind. Professionelle Konten sind extra für die breite Ausspielung gedacht und werden gepusht. Was siehst du auf der Entdecken Seite mehr? Eher professionelle Konten oder eher persönliche? Spoiler: Ersteres!

Außerdem darfst du nicht vergessen, dass die Instagram Insights dir sehr dabei helfen können, zu wachsen und weiter zu optimieren. Diese Möglichkeit hast du mit einem persönlichen Profil nicht. 

 

Geheimnistuerei: Mehr Follower durch ein privates Profil

Es gibt durchaus die Möglichkeit, sich ein solides Following aufzubauen und sein Profil dann auf privat zu stellen. So muss jeder, der dir folgen will, erst eine Anfrage schicken. 

Die Idee dahinter ist, dass der Nutzer deine Inhalte vorher nicht sehen kann. Du erzeugst so eine gewisse Neugierde, die der Nutzer nur durch eine Anfrage stillen kann. 

Diese Taktik kann funktionieren, aber ich bin kein Fan davon.

  1. Dadurch verzichtest du auf die wertvollen Instagram Insights
  2. Es gibt viele, die nicht anfragen und einfach wieder verschwinden. Sie fänden deine Inhalte vielleicht super und wären zu treuen Followern geworden. Da sie sich aber vorher nicht überzeugen konnten, sind sie weg.

Gerade aus dem zweiten Grund ziehe ich ein öffentliches Profil vor, wenn man Instagram gewerblich nutzt. Als Solo-Selbstständiger aber auch als größeres Unternehmen kann man so viele Menschen auf Instagram erreichen. Und den Zugang dazu sollte man so einfach wie möglich gestalten. 

 

Professionelle Konten: Unterschied Creator Konto vs. Unternehmenskonto

 

Professionelle Konten sind sowohl das Creator- als auch das Unternehmensprofil. Das Unternehmensprofil ist für die gewerbliche Nutzung gedacht: Für Solo-Selbstständige aber auch für größere Unternehmen. Das Creator-Konto kann auch gewerblich genutzt werden – muss es aber nicht!

Das Creator Konto wurde vor allem für Kreative geschaffen – vorrangig Influencer. Natürlich sind Influencer, die mit dieser Tätigkeit Geld verdienen auch gewerblich unterwegs. Allerdings gibt es auch viele, die das nur als Hobby betreiben, reinschnuppern wollen oder am Anfang stehen. Sie nutzen dies natürlich nicht gewerblich, bekommen aber tolle Einblicke in Statistiken und haben ein öffentliches Profil. 

Inhaltlich gibt es kleine aber feine Unterschiede zwischen dem Creator- und dem Unternehmenskonto. Die Analytics haben sich anfangs noch unterschieden, sind aber mittlerweile angeglichen worden.

Creator Konten haben größtenteils Zugang zur Musikbibliothek von Instagram. Das beinhaltet die Nutzung des Musikstickers in der Story als auch die Nutzung von Musik in Reels. Da dieses Konto für Creator ist, ist natürlich auch gewährleistet, dass die Contenterstellung problemlos abläuft. 

Bei Unternehmenskonto ist es so, dass sie größtenteils keinen Zugang zu diesen Musikressourcen haben. Schließlich nutzen sie das Konto ausschließlich kommerziell und das ist das mit der Verwendung von Musik rechtlich nicht so einfach. Allerdings bin ich kein Anwalt und möchte daher nicht weiter darauf eingehen. 

Wie du generell an den Musiksticker kommst und welche Einschränkungen es je nach Profilart gibt, erfährst du in diesem Beitrag>>

Ich habe bei beiden Szenarien “größtenteils” geschrieben. Das liegt daran, dass es durchaus Ausnahmen gibt. Instagram ist dabei nicht zu 100% konsequent und so gibt es auch Unternehmensaccounts mit Musiksticker und Creatoraccounts ohne! 

Falls du daran denkst, jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt Online Marketing über Facebook und Instagram Ads zu betreiben, dann rate ich dir auf jeden Fall zum Unternehmensaccount. Denn wenn du den nutzt, hast du auf jeden Fall den vollen Leistungsumfang im Werbeanzeigenmanager zur Verfügung. Beim Creator Account könnten einige Funktionen nicht verfügbar sein. Das ändert sich aber ständig!

 

Persönliches Konto, Creator-Account oder Business-Profil?

Kurzum: Wenn du auf Instagram bist, um ab und zu etwas zu posten, mit deinen Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben und ihre Postings zu sehen, dann bleib bei einem persönlichen Profil. Du kannst hier auch die Option wählen, dass dein Profil privat ist, sodass nur deine Follower die Inhalte sehen können. 

Wenn du Influencer-Ambitionen hast und ein Following dafür aufbauen möchtest, dann ist das Creator Profil das Richtige für dich. 

Wenn du selbstständig bist oder deinen Konzern repräsentieren möchtest, dann greife unbedingt zum Unternehmensprofil (= Businessaccount).

Wenn Letzteres der Fall ist und die Coach, Berater, Trainer oder Dienstleister bist, dann schau dir unbedingt mein kostenloses Online-Training zum Thema Instagram an:

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Von Herzen viel Erfolg,
Deine Mentorin Lee-Anne