Facebook, Instagram, YouTube,  Twitter, Pinterest, LinkedIn, Xing… und das ist gerade erst der Anfang. Da stellt sich schnell die Frage: Welche Plattform macht für welches Unternehmen Sinn?

Alle Plattformen zu verwenden, wäre schlichtweg viel zu viel Arbeit.  deswegen sollte man sich stets die Frage stellen, welche Plattform denn Sinn macht und vor allem die Arbeit auch wert ist. Schließlich willst du Resultate erreichen!

So bewertest du Social Media Plattformen für Unternehmen

Algorithmus – Wie schwer ist es, Follower zu bekommen?

Diese Frage wird uns oft gestellt: Wie bekomme ich möglichst schnell möglichst viele Follower. Antwort: Das kommt ganz darauf an, welche Plattform du verwendest, welche Zielgruppe du ansprichst und wie viel Mehrwert du lieferst.

Jede Plattform hat seinen eigenen Algorithmus. Das heißt, eine eigene Art und Weise, wie viel Reichweite du auf der jeweiligen Plattform bekommst. Diesen musst du auf jeder Plattform in den Grundzügen verstehen, sonst machst du die meiste Arbeit um sonst!

 

Zielgruppe – Auf welchen Plattformen sind deine Kunden?

Du musst herausfinden, auf welchen Plattformen sich deine Kunden herumtreiben. Wenn du Personal Trainings in München anbietest, machst du schließlich auch keine Werbung dafür in Köln. Genauso ist es mit den Plattformen: Sei dort aktiv, wo auch deine Zielgruppe ist.

Ein kleines Aber gibt es doch: Manche Plattformen sind noch in den Kinderschuhen und nicht so stark ausgereift wie Facebook. Es kann also sein, dass deine Zielgruppe diese Plattformen zwar noch nicht nutzt, aber bald nutzen wird! Wenn du dich nun schon vorher positionierst, bist du Nummer 1, wenn deine Zielgruppe die Plattform stürmt.

So gut wie jeder ist auf Facebook. Und viele denken, dass es andere Social Media Plattformen gar nicht mehr schaffen können, weil die Konkurrenz durch Herrn Zuckerberg so groß ist. Das ist aber falsch: Pinterest wächst in Deutschland rasant. Apps wie Musically haben es plötzlich ganz nach oben geschafft und auch Snapchat kam gefühlt aus dem Nichts. Halte also gut nach Plattformen Ausschau, auf denen deine Zielgruppe sich künftig tümmeln könnte.

 

Stimmung und Kundennähe

Die Stimmung auf der Plattform ist nicht unerheblich. Schließlich willst du gute Beziehungen aufbauen. Dazu gehört eben auch, nahbar und authentisch zu wirken. “Authentizität” ist sowieso das beliebteste Wort auf Social Media. Jeder Influencer behauptet authentisch zu sein. Dabei müssen sie (oder dein Unternehmen) das gar nicht sagen: Wer authentisch ist, muss das nicht anpreisen – deine Follower merken es von allein, wenn es so ist.

Kundennähe ist gar nicht auf allen Plattformen möglich. Manche sind eher dafür gedacht, Infos zu verbreiten oder sich bekannt zu machen.

Das sind also die Kriterien, anhand derer du jede Plattform bewerten solltest. Auch wenn man zu jeder Plattform einen eigenen Artikel schreiben könnte, versuche ich dir hier einen guten Überblick über die wichtigsten Plattformen zu geben.

Vorher möchte ich noch 2 Begriffe klären: B2C und B2B. Wenn sie dir geläufig sind, kannst du gleich zur ersten Plattform springen.

B2C heißt Business to Customer und bezeichnet Unternehmen, die direkt an private Kunden verkaufen (Rewe verkauft an dich als privaten Käufer Lebensmittel).

B2B heißt Business to Business und bezeichnet Unternehmen, die an andere Unternehmen verkaufen (Ein Nudelhersteller verkauft seine Produkte an Rewe).

Diese Unterscheidung wird im weiteren Verlauf benutzt, um die Eignung verschiedener Plattformen genauer zu beschreiben.

Brauche ich Facebook?

Die Mutter der Sozialen Netzwerke hat viele Vorteile, aber auch viele Nachteile. Groß erklären muss ich hier sicher nichts: Du kannst posten, liken, kommentieren und teilen.

Für wen Facebook sinnvoll ist:

Ich muss ehrlich gestehen:

Egal, was für ein Unternehmen du führst, du solltest eine Facebook Seite haben und wenigsten ein wenig pflegen.

Auf Facebook wird nach Unternehmen gesucht, Leute können dich bewerten und du kannst Updates geben.
Aber viel wichtiger: Du kannst Werbung schalten und Leute „verfolgen“ (tracken).

Letzteres klingt vielleicht etwas gruselig, aber es heißt einfach nur, dass du die Leute ansprechen kannst, die schon einmal mit deinem Unternehmen in Kontakt getreten sind (oder die die gleichen Eigenschaften wie diese haben). So etwas kann man durch ein Facebook Pixel realisieren.

Außerdem brauchst du eine Unternehmensseite auf Facebook, wenn du eine Business Page auf Instagram haben möchtest.

Vorteile

  • Schnittstelle zu Instagram
  • Sehr gute Erreichung/ Targetierung der Zielgruppe für Werbeanzeigen durch das Facebook Pixel und die Zielgruppenauswahl
  • Facebook wird vorrangig für News/ Updates, Veranstaltungen und Gruppen genutzt. Zumindest die Updates sind für jedes Unternehmen interessant (Beispiel: Rabattaktion promoten).
  • Flexible Gestaltung der Postings: Text, Bild, Umfragen, Veranstaltungen…

Nachteile

  • Unternehmensseiten mit vielen Likes werden stark in ihrer Reichweite eingeschränkt, sodass nicht jeder, der die Seite geliket hat, auch ihre Posts zu sehen bekommt. Das macht Facebook, damit möglichst viele Unternehmen Werbung schalten.
  • Es wird schwer, Kundennähe aufzubauen. Darin liegt aber auch nicht das vorrangige Ziel auf Facebook.

Brauche ich Instagram?

Instagram ist eine visuelle Plattform. Hier werden Bilder gepostet und wenn das BIld interessant / schön genug ist, wird auch die Bildunterschrift gelesen. Außerdem gibt es die Instastories. Darin werden Bilder gepostet, die nach 24 Stunden verschwinden. Hier kommt es nicht so sehr auf Ästhetik an, sondern eher auf Einblicke in die Realität (oder den Schein).

Instagram ist hipper, schneller und gerade bei Millennials viel höher im Kurs. Es ist sozusagen das coole Facebook – was auch passt, schließlich gehört Instagram zu Facebook.

Der Großteil der Nutzer von Instagram sind Millennials. Wer denkt, dass das nicht seine Zielgruppe ist, sollte sich eines vor Augen halten: Menschen altern und so auch diese Generation. Willst du nicht schon da sein, wenn deine Zielgruppe kommt?

Während viele den Überblick bei Facebook verloren haben, da der Feed pickepacke voll ist mit News, Posts, geteilten Beiträgen und sonst welchen Dingen, ist Instagram organisierter und strukturierter. Man hat nicht das Gefühl, den Überblick zu verlieren.

Instagram ist “authentischer”. Es ist hier viel einfacher Kundennähe aufzubauen: Instastories sind da das beste Werkzeug, aber auch Postings mit wertvollen Bildunterschriften sind viel wert. Rege deine Follower doch zu einem Kommentar an, indem du eine Frage an sie richtest. Schon schaffst du eine Connection. Interaktion ist hier alles.

Für wen Instagram sinnvoll ist:

Instagram ist vorrangig für Unternehmen relevant, die eine Zielgruppe bis 30 aufweisen. Nicht nur weil sie hier selbst auftreten können, sondern auch weil sie Werbung schalten und Influencer Marketing betreiben können.

Unternehmen sollten sich aber bewusst sein, dass die jetzigen Nutzer altern. Wenn du also jetzt schon eine gute Präsenz aufbaust, kannst du später davon profitieren.

Instagram eignet sich also sehr gut für B2C. Aber auch B2B kann durchaus Sinn machen (Unternehmen, die an andere Unternehmen verkaufen). Wenn du natürlich nur 1-3 Kunden belieferst, kannst du dir die Arbeit sparen, aber ansonsten kannst du hier eine starke Brand aufbauen.

Vorteile

  • Hohe Kundennähe
  • Modern, besonders bei Millennials und folgenden Generationen beliebt
  • Instagram ist eine Plattform, die größtenteils von Ästhetik lebt. Wer schöne Bilder produzieren kann, ist klar im Vorteil.

Nachteile

  • Wachstum wird immer schwerer für die, die klein anfangen.
  • Viel Arbeit, da Instagram täglich von dir hören möchte in Form von Postings, Instastories, Kommentaren und Likes.

Brauche ich YouTube?

YouTube und Instagram sind die beliebtesten Medien bei der jüngeren Generation. Während sie sich langsam vom Fernsehen verabschieden, stehen YouTube und andere Streaming Dienste immer höher im Kurs und das zu recht: Der Nutzer sucht sich aus, was er guckt und das Angebot und gigantisch – egal ob Entertainment oder Bildung, Interviews oder bewegende Bilder – YouTube bietet jedem etwas.

Wie auch auf den anderen beiden Plattformen kannst du hier sowohl als Kanal auftreten als auch als Werbetreibender. Ein YouTube Kanal macht eine Menge Arbeit, aber wenn du etwas Interessantes zu zeigen oder zu erzählen hast, dann kann das ein wahrer Wachstumsgarant sein.

Viele denken sofort, dass sich ein YouTube Channel für ihr Unternehmen gar nicht eignet, aber denke einen Schritt weiter! Viele Menschen suchen nach Problemlösungen im Internet – und vor allem auf YouTube.

Wenn du ein Physiotherapeut bist und ein paar Videos zu bekannten Problemen machst und Lösungswege vorstellst, dann hilfst du Menschen. Verdienst du daran etwas? Nein. Aber diese Menschen bauen ein großes Vertrauen in dich und deine Expertise auf. Wenn sie also ein größeres Problem haben, kommen sie zu dir. Und wenn sie nicht in deiner Nähe sind, dann kaufen sie dir vielleicht einen Online Kurs ab, den du zum Thema “Rückenschmerzen” erstellt hast.

Ein weiteres Beispiel wäre eine Anwaltskanzlei. Wieso machst du nicht Videos zu aktuellen Rechtsthemen, die die Zuschauer interessieren und ihnen helfen? Wenn jemand dann tatsächlich Rechtsbeistand braucht, weiß er sofort, wen er ansprechen wird.

Du denkst, das wird nicht funktionieren? Falsch gedacht, denn es funktioniert schon längst! Du findest dazu zahlreiche Beispiele auf YouTube.

Für wen ist YouTube sinnvoll:

YouTube eignet sich für viele Unternehmen, allerdings ist es hier sehr schwer zu unterscheiden. Schließlich muss man sich jedes Unternehmen individuell anschauen.

YouTube ist sowohl für B2B als auch für B2C interessant.

Hier ist die Abonnentenzahl nicht so wichtig. Wenn du nur 50 Abonnenten hast, davon aber einer bei dir eine Immobilie kauft, weil du einen Kanal über dieses Thema aufgebaut hast, dann reicht das absolut. Auch dieses Beispiel habe ich mir nicht ausgedacht!

Vorteile

  • Videopräsenz: Du kannst dein Unternehmen in bewegten Bildern präsentieren und wirkst so nahbarer.
  • Es sind sowohl Entertainment als auch Bildungsthemen gefragt!
  • Suchmaschinencharakter: Auch ohne viele Abonnenten kann ein Video viral gehen, das heißt, dass es sehr viel Aufmerksamkeit bekommt.

Nachteile

  • Videoproduktion ist mit viel Aufwand verbunden.

 

Zusammenfassung

Das war Teil 1 unserer Social Media Reihe zum Thema: „Welche Social Media Plattformen brauche ich/ mein Unternehmen?“. Hier wurden die drei größten beschrieben und für dich analysiert. Im nächsten Teil schauen wir uns die Plattformen an, die nicht jeder gleich auf dem Schirm hat – die dadurch aber richtige Geheimwaffen sein können. 

Den nächsten Beitrag (Teil 2) kannst du hier lesen. Das solltest du nicht verpassen!

 

Herzliche Grüße,
Lee-Anne Herrmann

 

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Welche Social Media Plattformen brauche ich

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